Anwenderdoku · Kapitel 2 von 8nullos.de

NULLos in anderen virtuellen Maschinen

NULLos 0.3 startet nicht nur in QEMU. Diese Seite sagt, welche Einstellungen eine virtuelle Maschine braucht, wie du das Abbild in andere Formate umwandelst und was davon wirklich geprüft ist.

Stand 30.10.2026, NULLos 0.3. Jede Angabe trägt eine dieser Marken:

Was jede virtuelle Maschine braucht

EinstellungWertMarke
Prozessorx86_64 (Intel/AMD, 64 Bit)getestet in QEMU
FirmwareUEFI (EFI). Mit BIOS bzw. „Legacy“ startet NULLos nicht (laut nullos.de)getestet in QEMU: UEFI; BIOS nicht ausprobiert
Secure Bootaus: NULLos ist nicht signiert (laut nullos.de)QEMU hat hier kein Secure Boot an
Arbeitsspeicher256 MB reichengetestet in QEMU
PlatteSATA (AHCI) oder NVMegetestet in QEMU
CDdie ISO als CD-Laufwerkgetestet in QEMU
NetzwerkkarteIntel e1000, Intel e1000e oder virtio-netgetestet in QEMU
TastaturPS/2 oder USBgetestet in QEMU

Diese Netzwerkkarten gehen nicht (geht nicht): VMware vmxnet3, AMD PCnet (bei VirtualBox „PCnet“) und Realtek RTL8139. NULLos startet zwar, findet aber keine Netzwerkkarte. ip zeigt dann nur lo, und pi meldet „Netz nicht erreichbar“.

Abbild umwandeln

Die ISO kannst du direkt als CD einlegen. Das Abbild nullos-0.3-x86_64.img ist eine rohe Platte. Viele Programme wollen ein eigenes Format. qemu-img (kommt mit QEMU) wandelt um:

qemu-img convert -f raw -O vmdk nullos-0.3-x86_64.img nullos.vmdk
qemu-img convert -f raw -O vdi  nullos-0.3-x86_64.img nullos.vdi
qemu-img convert -f raw -O vhdx nullos-0.3-x86_64.img nullos.vhdx
FormatfürMarke
.vmdkVMware, auch VirtualBoxgetestet in QEMU: startet bis zur Shell
.vdiVirtualBoxgetestet in QEMU: startet bis zur Shell
.vhdxHyper-Vgetestet in QEMU: startet bis zur Shell

„Getestet in QEMU“ heißt hier: Die umgewandelte Datei startet in QEMU. Ob das Programm, für das das Format gedacht ist, sie genauso annimmt, ist nicht geprüft.

In QEMU nachgestellt

Die Hardware, die andere Programme meist anbieten, lässt sich in QEMU nachbauen. Diese Zusätze zum Befehl aus QEMU und SSH sind geprüft:

ZusatznachgestelltErgebnis
-device nvme,drive=d,serial=n1,bootindex=0 mit -drive if=none,id=d,format=raw,file=nullos.imgNVMe-Plattegetestet in QEMU: Platte sda an nvme, /boot da
-cdrom nullos-0.3-x86_64.isoCDgetestet in QEMU: Shell kommt, /boot ist leer
-nic none -netdev user,id=n0 -device e1000,netdev=n0Netzwerkkarte e1000getestet in QEMU: Adresse per DHCP, pi antwortet
dasselbe mit e1000e oder virtio-net-pcie1000e, virtio-netgetestet in QEMU: Adresse per DHCP, pi antwortet
dasselbe mit vmxnet3, pcnet oder rtl8139VMware-, VirtualBox-, Realtek-Kartegeht nicht: keine Netzwerkkarte
-device qemu-xhci,id=x -device usb-kbd,bus=x.0USB-Tastaturgetestet in QEMU: tippt mit deutscher Belegung, auch ohne PS/2

Hinweis zu QEMU: Startest du dieselbe Kopie erst an SATA und dann an NVMe, landet QEMU in der EFI-Shell (Shell>). Die Firmware merkt sich den alten Startweg in einer Datei auf der Startpartition. Abhilfe: bootindex=0 wie oben, oder eine frische Kopie des Abbilds.

UTM (Mac)

UTM 5.0.8 auf einem Mac mit Apple-Chip, Modus „Emulate“ (x86_64 wird nachgebildet, nicht virtualisiert). Die Test-VMs sind per AppleScript angelegt, nicht über die Oberfläche. Belegt mit der seriellen Konsole.

EinstellungWertMarke
Architekturx86_64, Maschine q35 (Standard)getestet in UTM
UEFIan („UEFI Boot“)getestet in UTM
Arbeitsspeicher256 MBgetestet in UTM
ISO als CD (Wechselmedium, Anschluss IDE)Shell kommt, Netz gehtgetestet in UTM
.img als Platte, Anschluss IDEPlatte sda an ahci, /boot dagetestet in UTM
.img als Platte, Anschluss NVMePlatte sda an nvme, /boot dagetestet in UTM
Netzwerk „Shared“ mit e1000 oder virtio-net-pciAdresse per DHCP (192.168.64.x), Ping an 192.168.64.1 antwortetgetestet in UTM
TastaturUTM schaltet PS/2 ab Werk aus und nimmt USB (Quelle). USB-Tastatur geht in QEMU auch ohne PS/2in UTM nicht getestet, in QEMU nachgestellt

UTM nimmt Raw- und QCOW2-Abbilder, das .img also direkt (Quelle). Secure Boot gibt es dort nur zusammen mit TPM 2.0 (Quelle).

Andere Programme (nicht getestet)

Für diese Programme steht hier nur, was die Hersteller dokumentieren. Ausprobiert ist davon nichts: Auf dem Test-Mac (Apple-Chip) laufen sie nicht mit x86_64-Gästen oder sind nicht installiert, und einen Windows-Rechner für Hyper-V gab es nicht. Stand der Dokumentationen: 30.10.2026.

VirtualBox

Einstellunglaut Herstellerdoku
EFISystem → Hauptplatine → „EFI aktivieren“, oder VBoxManage modifyvm "VM" --firmware efi (Quelle)
Secure BootHäkchen „Secure Boot aktivieren“, oder VBoxManage modifynvram "VM" secureboot --disable (Quelle)
PlatteSATA (AHCI) oder NVMe; Formate VDI, VMDK, VHD (Quelle)
UmwandelnVBoxManage convertfromraw nullos-0.3-x86_64.img nullos.vdi --format VDI (Quelle)
Netzwerkkarteumstellen: Standard ist PCnet (Am79C973), das geht mit NULLos nicht. Nimm „Intel PRO/1000 MT Desktop (82540EM)“ oder virtio-net (Quelle)
TastaturPS/2 oder USB (--keyboard ps2 bzw. usb) (Quelle)

Auf Macs mit Apple-Chip startet VirtualBox keine x86_64-Gäste (Quelle).

VMware Workstation Pro und Fusion Pro

Einstellunglaut Herstellerdoku
EFIWorkstation: VM → Settings → Options → Advanced → „Firmware type: UEFI“ (Quelle). Fusion: Settings → Other → Advanced → „Firmware type“ (Quelle). Die VM muss dafür aus sein
Secure Bootan derselben Stelle, Häkchen „Enable UEFI Secure Boot“ weglassen
PlatteSATA (AHCI) oder NVMe, Format .vmdk (Quelle)
CDISO an IDE, SCSI oder SATA; an NVMe gehen keine CD-Laufwerke (ebd.)
NetzwerkkarteDie Doku nennt für 64-Bit-Gäste die Intel Pro/1000 MT Server (e1000). Andere Kartentypen sind dort nicht beschrieben. vmxnet3 geht mit NULLos nicht

Auf Macs mit Apple-Chip laufen in Fusion keine x86-Systeme (Quelle).

Hyper-V (Windows)

Einstellunglaut Herstellerdoku
EFInur mit Generation 2 (Quelle)
Secure Bootbei Generation 2 ab Werk an; aus mit Set-VMFirmware -VMName "VM" -EnableSecureBoot Off (Quelle)
Platte, CDGeneration 2 startet von virtuellem SCSI (Platte .vhdx, ISO als SCSI-DVD); AHCI oder NVMe nennt die Doku nicht (Quelle wie EFI)
Netzwerk, TastaturGeneration 2 hat nur synthetische Geräte, keine e1000-Karte und kein PS/2 (Quelle wie EFI)

Voraussichtlich geht NULLos in Hyper-V nicht. Generation 1 hat kein UEFI, Generation 2 nur Geräte, für die NULLos keine Treiber hat. Das ist eine Folgerung aus der Doku, nicht ausprobiert.

Parallels Desktop (Mac)

Einstellunglaut Herstellerdoku
EFIprlctl set "VM" --efi-boot on, ab Werk aus (Quelle)
Secure Bootprlctl set "VM" --efi-secure-boot off (ebd.)
PlatteAnschluss IDE, SCSI oder SATA (Quelle)
Netzwerkkarte--adapter-type e1000, e1000e oder virtio (Quelle); auf Macs mit Apple-Chip immer virtio

Auf Macs mit Apple-Chip kann Parallels Desktop 27 x86_64-VMs als frühe Vorschau starten: nur mit UEFI, nur eine CPU, ohne USB, nur in den Pro-, Business- und Enterprise-Fassungen (Quelle).

Mac mit Apple-Chip: was x86_64 kann

Programmx86_64-Gast auf Apple-ChipMarke
QEMUja, als Emulationgetestet in QEMU
UTMja, Modus „Emulate“ (Quelle)getestet in UTM
Parallels Desktop 27eingeschränkt, als Vorschau (Quelle)nicht getestet
VMware Fusionnein (Quelle)nicht getestet
VirtualBoxnein (Quelle)nicht getestet

Emulation ist deutlich langsamer als Virtualisierung. In UTM war die Shell von NULLos 0.3 nach 40 Sekunden da (beobachtet am 30.10.2026, nicht genau gemessen).